Site Stalking kennt man ja von überall her. „Hab gesehn du warst auch da und da“ sagt irgendjemand, den man zwar kennt aber nicht so gut und man denkt: „Schön, dass du meine Seite so gut kennst.“ Noch nie passiert? Glück gehabt.
Wer will, kann alles über das Internet in Erfahrung bringen. Irgendein Fernsehteam hat mal das Leben einer Studentin nur über das Internet recherchiert, sie dann angesprochen und dann sowas gesagt wie: „Na, Du feierst aber gerne! Mit 12 biste gerne geritten, ne?“. Wie man sich denken kann war sie ziemlich perplex. Site Stalking ist eigentlich nichts anderes.
Gästebücher, Fotoalben (am besten noch mit Links), persönliche Kommentare, private Blogs, Networking… Ach, es gibt ja so viele schöne Sachen, die man sich als Stalker so anschauen kann und es ist wirklich ganz einfach.
Unglaublich aber wahr, manche Leute schreiben auch gerne in ihre Liebessuchmaschine, dass sie gerne alleine im Wald spazieren gehen, an lauen Sommerabenden, manchmal sogar mit der Angabe wo genau. Wollen diese Leute, dass man sie heimsucht? Es gibt ja Stalker die tun nichts, aber Site Stalking kann auch nur der Anfang sein.
Man muss es mal so sehen: Das Internet nimmt einem Stalker unheimlich viel Arbeit ab. Während ein Stalker früher sein Opfer tagelang beobachten, verfolgen, fotografieren, anrufen und dabei seine Stimme verstellen musste – heute geht das ganz bequem von zuhause aus. Und darum geht es: Kontrolle. Er oder sie weiß was Du machst, du hast im schlimmsten Fall noch nicht einmal eine Ahnung wer es ist.Ein paar Klicks und schon drei Wochen Arbeit gespart. Und es gibt genug Opfer die sich davon einwickeln lassen und dann entweder Geld und im schlimmsten Fall ihr Leben verlieren. Es gibt viele Mechanismen, wie man sich primär vor so etwas schützen kann. Adressen und Telefonnummern sollten nie für jeden, höchstens für Freunde sichtbar sein. Einkommen geht auch keinen was an.
Ein sehr effektives Mittel: Wenn jemand beim Chatten mehr weiß, als DU ihm gesagt hast und über dich im Profil steht, gehört er nicht in die Freundesliste. Das fällt einem normalerweise ja auch negativ auf, wenn man jemanden real trifft.
Also Liebe übers Internet hin oder her, aber Stalking kann zu einer ernsten Sache werden. Besonders bei Seiten wo es um die große Liebe gehen soll: Vorsichtig mit den eigenen Daten und denen von anderen umgehen. Sonst braucht man sich auch bei Datenschutzskandalen nicht zu beklagen. Es gibt nicht ohne Grund Nicknames und die Möglichkeit nichts außer seinem Nick anzugeben.
Und es ist keinesfalls so, dass Stalker dumm sind, sie haben meist ein psychisches Problem oder eine Persönlichkeitsstörung, das schließt aber nicht aus, dass sie einer geregelten Arbeit nachgehen, sie studiert oder einen IQ von 160 haben.
Wenn jemand unangenehm auffällt, auf die eigene Intuition verlassen und melden.
April 7th, 2009 at 2:20 pm
[...] geht Stalking-Terror soweit, dass die Opfer stark in ihrer natürlichen Freiheit beeinträchtigt werden und sind [...]